Wennigloh. Eine Woche vor dem Wennigloher Schützenfest findet in Wennigloh traditionell die Vogelbesichtigung statt, bei der der Schützenvogel und der Jungschützenvogel als die beiden Hauptfiguren des Vogelschießens den kritischen Blicken der Wennigloherinnen und Wennigloher standhalten müssen. 

Hauptmann mit Dank und Neuigkeiten
Am Abend des 18. Juli trafen sich daher alle Schützenfestbegeisterten in der Wennigloher Dorfmitte. Die Veranstaltung eröffnete traditionell ein Grußwort von Schützenhauptmann André Westermann, in dem dieser allen engagierten Wennigloher Schützenbrüdern für ihre verlässliche Unterstützung dankte und noch einmal den seit dem vergangenen Jahr neu strukturierten Ablauf des bevorstehenden Schützenfestes erläuterte, welcher sich bewährt habe. Besonders erfreut zeigte sich der Hauptmann darüber, dass auch in diesem Jahr wieder das Wennigloher Tambourkorps das Fest musikalisch unterstützen wird. Zudem sei man sehr froh und auch stolz, dass mit den Teutoburger Jägern aus Bielefeld eine neue und qualitativ sehr hochwertige Festmusik verpflichtet werden konnte, nachdem man sage und schreibe 80 Musikvereine angeschrieben habe. Abschließend dankt er mehreren Wennigloher Sponsoren, welche ungenannt bleiben möchten, für die Unterstützung des Schützenfestes und dem Vorstand des Forum Wennigloh für die Übernahme eines Teils des Zapfdienstes an diesem Abend. 

Zwei prächtige Vögel präsentiert
Sodann wurden die hölzernen Aare der gespannten Öffentlichkeit präsentiert. Das Recht zum Bau des Schützenvogels hatte im Frühjahr Tom Blume im Rahmen der Generalversammlung der Wennigloher Schützen für die stolze Summe von 1.235,45 Euro ersteigert. Eigentlich hatte der ehemalige Wennigloher Jungschützenkönig einen den Betrag von 1.234,56 Euro bieten wollen. Doch im Eifer des Bietergefechts und möglicherweise unter dem Einfluss einiger Kaltgetränke vergriff er sich ein klein wenig bei der Auswahl der Ziffern. Der Bau des Jungschützenvogels obliegt traditionell dem amtierenden Jungschützenkönig. 

Und so konnte Schützenhauptmann Westermann im sommerlich-lauschigen Ambiente der Wennigloher Dorfmitte zwei erneut prächtig gelungene Exemplare vorstellen: Zum einen ist dies der imposante Schützenvogel „Anton aus der Scheune“, dessen Name auf Antonius Nuttebaum zurückgeht, welcher mit seiner Scheune die diesjährige Vogelbauwerkstatt -sowie einen großzügig bemessenen Vorrat an Kaltgetränken- unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Zum anderen wurde der von Jungschützenkönig Mats Normann an selber Stelle gebaute Vogel „Georges der I.“ präsentiert. Seine Benennung entstammt nach Angaben der Jungmajestät einer kleinen sprachlichen Fehlinterpretation eines griechischen Imbisses in Sundern. Beide Vögel ernteten verdient den Applaus des Publikums und wurden zum Abschuss am Schützenfestsonntag freigegeben.

Festschrift mit Rekordumfang
Zudem wurde an diesem Abend die druckfrische und erstmals satte 88 Seiten starke Festschrift zum diesjährigen Wennigloher Schützenfest präsentiert, die an die Anwesenden verteilt wurde, und auf reges Interesse stieß. Das Redaktionsteam Sebastian Blume, Thomas Klaus und Peter Krämer hat einmal mehr alles Wissenswerte aus dem vergangenen Schützenjahr und rund um das bevorstehende Schützenfest zusammengetragen. Außerdem hat der Wennigloher Schützenbruder Julian Ziegenfuß, der in dem Printunternehmen arbeitet, das die Festschrift gedruckt hat, durch seinen beruflichen Einsatz dazu beigetragen, die Herstellungskosten zu minimieren. Im Nachgang zu dieser Veranstaltung wird an alle Wennigloher Haushalte ein Exemplar der Festschrift verteilt. 

Einladung zum Wennigloher Schützenfest
Die Wennigloherinnen und Wennigloher freuen sich nun auf ihr Schützenfest, das sie in diesem Jahr von Freitag, den 24. bis Sonntag, den 26. Juli feiern werden, und zu dem sie alle Feierfreudigen von Nah und Fern sehr herzlich einladen. Einzelheiten zum Ablauf und andere Neuigkeiten sind ständig aktuell auf den social media-Kanälen der Schützen zu finden.